VICORDER® Pulswellengeschwindigkeit (PWV)

Validierte Übereinstimmung mit dem Goldstandard

VICORDER® wurde in einer Vielzahl von Studien (z.B.3456) international anerkannter und unabhängiger Institutionen validiert und dabei mit anderen Geräten und invasiven Verfahren verglichen. Insgesamt wurde in diesen Studien die hohe Genauigkeit der mit dem VICORDER® gemessenen Pulswellengeschwindigkeit im Vergleich zu Goldstandards nachgewiesen. Insbesondere beeindruckte VICORDER® durch eine hohe Wiederholgenauigkeit und geringere Bedienerabhängigkeit. Entsprechend der Kriterien der ARTERY Society Recommendations7 wird die Genauigkeit der mit VICORDER® gemessenen PWV als „ausgezeichnet (excellent)“ im Vergleich mit Referenzmethoden klassifiziert6.

Der PWV Schwindel

Mit VICORDER® wird die PWVcf, von Carotis nach Femoralis, als Maß der aortalen Gefäßsteifigkeit direkt gemessen. Von manchen oszillometrisch arbeitenden Geräten, die nur eine Oberarmmanschette benutzen, also keine zweite, distale Pulswelle registrieren, wird behauptet, ebenfalls die aortale Pulswellengeschwindigkeit „messen“ zu können. Dabei werden lediglich reflektorische Details der brachialen Pulswelle ausgewertet und Reflektionszeiten ermittelt. Folglich handelt es sich um eine indirekte Schätzung der PWV, da weder der Reflektionspunkt lokalisiert, noch eine Abhängigkeit von Reflektionseigenschaften des arteriellen Gefäßbaums ausgeschlossen werden kann. Insbesondere wenn die potentielle Laufstrecke des Pulses nicht gemessen, sondern von der Körpergröße abgeleitet wird, kann von einer „Messung“ im eigentlichen Sinn kaum gesprochen werden. In mehreren Studien wurden erhebliche Abweichungen zwischen am Oberarm abgeleiteter PWV und dem Goldstandard dokumentiert. Bei einem Gerät zeigten sich erhebliche Abweichungen von über +3.5 m/s, die den Schluss nahelegten, dass Untersuchungen zwischen Geräten nicht austauschbar sind8. Damit können bei solchen Geräten publizierte >>Sollwerte der ESC und ESH9 nur schwerlich verwendet werden.

Einfache und sichere Anwendung in Pädiatrie und Epidemiologie

VICORDER® eignet sich auch für den Einsatz bei Kindern und Jugendlichen. Die direkte Messung der Pulswellenlaufzeit und des Abstandes ermöglicht eine genaue Bestimmung der PWVcf ohne Kooperation des Patienten, bei optimalem Komfort und ohne Bedienerabhängigkeit, auch bei adipösen Patienten. Wegen der einfachen, schnellen Anwendung, in der Regel ohne Ablegen von Beinbekleidung, bei gleichzeitig hochwertigen Ergebnissen, wird VICORDER® insbesondere in der Epidemiologie verwendet. Sollwerte für Kinder- und Jugendliche wurden bereits publiziert610.

Gute Anwendbarkeit in der Niedergelassenen Praxis

Die mit VICORDER® gemessene Pulswellengeschwindigkeit bringt unseren Niedergelassenen Kunden in der Hypertoniebehandlung einen erheblichen Nutzen bei der Einschätzung des individuellen Risikos, gerade für schwere kardiovaskuläre Ereignisse, bei der Therapiewahl und deren –kontrolle. In Kombination mit dem Knöchel-Arm-Index (ABI) gibt es keine bessere, einfachere und schnellere Funktionsdiagnostik. Die in der GOÄ sehr gut abrechenbare Untersuchung kann ohne Einschränkung an nichtärztliches Assistenzpersonal delegiert werden.

Vorteile der VICORDER® Pulswellengeschwindigkeitsmessung

  • Schnelle Messung, typisch in drei Minuten
  • Synchrone hochgenaue Messung der Laufzeit
  • Synchrone Kurvendarstellung zur optimalen Verfikation
  • Saubere Kurven- und Parameterdokumentation
  • Export aller Ergebnisse in xls-kompatible Datei
  • Abspeicherung der Rohdaten oder Export von Rohdaten
  • Patientenverwaltung, netzwerkfähige Datenbank und Archivierung
  • Gute Abrechenbarkeit: Abrechnungsziffern

Literatur:

1 Laurent S. et al. Central aortic blood pressure. Elsevier, 2008

2 Urbina, EM et al. Noninvasive Assessment of Subclinical Atherosclerosis in Children and Adolescents. Recommendations for Standard Assessment for Clinical Research. Hypertension 2009.

3 Hickson SS et al. Validity and repeatability of the VICORDER® apparatus: A comparison with the SphygmoCor device. Hypertension Research 2009

4 Kracht D et al. Validating a New Oscillometric Device for Aortic Pulse Wave Velocity Measurements in Children and Adolescents. Am J Hypert 2011.

5 Redheuil A et al. Measuring aortic distensibility with CMR using central pressures estimated in the magnet: comparison with carotid and peripheral pressures. Journal of Cardiovascular Magnetic Resonance 2011

6 Kis E et al. Measurement of pulse wave velocity in children and young adults: a comparative study using three different devices. Hypertension Research 2011

7 Wilkinson IB et al. On behalf of the ARTERY Society. ARTERY Society guidelines for validation of non-invasive haemodynamic measurement devices: part 1, arterial pulse wave velocity. Artery Res 2010

8 Noor A et al. Assessment of arterial stiffness in hypertension: comparison of oscillometric (Arteriograph), piezoelectronic (Complior) and tonometric (SphygmoCor) techniques. Journal of Hypertension 2009

9 ’The Reference Values for Arterial Stiffness’ Collaboration. Determinants of pulse wave velocity in healthy people and in the presence of cardiovascular risk factors: ‘Establishing normal and reference values. European Heart Journal 2010

10 Kracht D et al. NORMAL VALUES FOR AORTIC PULSE WAVE VELOCITY IN A PEDIATRIC POPULATION. Journal of Hypertension Vol 29, e-Supplement A, June 2011, e118

11 Blacher J et al. Impact of Aortic Stiffness on Survival in End-Stage Renal Disease. Circulation 1999

12 Vlachopoulos C et al. Prediction of Cardiovascular Events and All-Cause Mortality With Arterial Stiffness: A Systematic Review and Meta-Analysis. J. Am. Coll. Cardiol. 2010