VICORDER® Arterial Stiffness Model

Klassische Methodik – optimale Ergebnisse – für Routinearbeit und klinische Studien

Routinegerechte kardiovaskuläre Untersuchungen

Bestimmung der aortalen Gefäßsteifigkeit nach der Goldstandard-Methode

VICORDER® kann die Geschwindigkeit der Pulswelle zwischen zwei beliebigen Stellen an Arm, Bein oder Karotis direkt synchron und auf Millisekunden genau bestimmen. Die wohl beste Methode die aortale Pulswellengeschwindigkeit (PWVa) zu ermitteln, besteht in der Ableitung der Pulswellen aus der A. Carotis Communis am Hals und der A. Femoralis am Oberschenkel. Die PWVcf, die als Quotient aus Weg durch Zeit, also exakt gemessener Pulswellenlaufzeit und gemessenem Abstand, gebildet wird, stellt den unumstrittenen Goldstandard zur Bestimmung der Gefäßsteifigkeit dar1. Im Gegensatz zu tonometrischen Verfahren, bei denen diskontinuierlich gemessen wird, bietet die synchrone Messung mit VICORDER® erhebliche Vorteile wie kürzere Untersuchungszeit, kein EKG benötigt, Messung auch bei Arrhythmie und anderen EKG-Veränderungen, höherer Patientenkomfort.

Stärkster Prädiktor für schwere kardiovaskuläre Ereignisse

Die PWVa zeigt die Veränderungen der aortalen Elastizität wie kein anderer, nicht-invasiv einfach bestimmbarer Parameter an und ist hochgradig assoziiert mit dem Vorhandensein und dem Grad von Atherosklerose. Von der American Heart Association wird sie als wichtiger, möglicherweise stärkster unabhängiger Prädiktor kardiovaskulärer Ereignisse herausgestellt2. Eine Erhöhung der PWVcf wird als Zeichen eines Endorganschadens gewertet und tritt bei einer Vielzahl von Erkrankungen (Diabetes, Hypertonie, Hyperlipidämie, Nierenerkrankung) auf. Die Potenz der PWV wird beispielhaft bei chronischer Nierenerkrankung ersichtlich: Eine Erhöhung der PWVcf um nur 1 m/s erhöht das Mortalitätsrisiko um fast 40%11. Die Unabhängigkeit von anderen kardiovaskulären Risikoparametern erhöht den prädiktiven Wert der PWVcf gegenüber traditionellen Scores und hilft besser einzuschätzen, welches individuelle Risiko für den Patienten besteht12. Inaktivität und Adipositas führen ebenfalls zu einer Zunahme der PWVcf, ganz im Sinne einer beschleunigten Gefäßalterung. Die PWVcf eignet sich somit hervorragend zur Risiko-Stratifikation und Therapiekontrolle bei Patienten.

Details auf einen Blick:

Literatur:

1 Laurent S. et al. Central aortic blood pressure. Elsevier, 2008

2 Urbina, EM et al. Noninvasive Assessment of Subclinical Atherosclerosis in Children and Adolescents. Recommendations for Standard Assessment for Clinical Research. Hypertension 2009.

11 Blacher J et al. Impact of Aortic Stiffness on Survival in End-Stage Renal Disease. Circulation 1999

12 Vlachopoulos C et al. Prediction of Cardiovascular Events and All-Cause Mortality With Arterial Stiffness: A Systematic Review and Meta-Analysis. J. Am. Coll. Cardiol. 2010